Mittwoch, 3. März 2010

Visarun nach Malaysia

Letzte Woche war es wieder so weit, mein all 3 monatiger Visarun stand an. Obwohl ich hier in Thailand ein Visa fuer ein Jahr habe, muss ich alle 90 Tage das Land verlassen und mein Visum bei Wiedereinreise verlaengern lassen. Nach meinem ersten Visarun nach Kambodia zog es mich dieses Mal nach Malaysia auf die von Kultur aus vielen Herrenlaendern und Religionen bepraegte Insel Penang. Dies bot meiner mitreisenden Freiwilligen und mir die Moeglichkeit in etwas voellig neues und aufregendes einzutauchen.
















Die Hauptstroemungen in Penang kommen aus Indien und China. Was bei einer Stadtbesichtigung schnell deutlich wird. Unser Hostel lag zwischen “Little India” und “China Town” auf einer gutbelebten Strasse, die von Einheimischen und Weltenbummler mit gleicher Anzahl besiedelt war.
Bei unseren allabendlichen Stadterkundungen auf der Suche nach einem neuen kulinarischen Leckerbissen in einer - der nahezu unendlich vielen scheinenden - kleinen Strassenkuechen traf man Land und Leute. Jeder hier schreibt seine eigene Geschichte die man sich in einer gemuetlichen Runde erzaehlt.














Dieser Erfahrungsaustausch stimmuliert und pusht mich unglaublich neue Plaetze in der Welt zu bereisen. Niemand den man auf der Reise trifft ist von Vorurteilen gepraegt, niemand richtet ueber einen ohne sich mit ihm unterhalten zu haben. Es wirkt wie eine andere Welt, in der die Probleme der Welt, der Politik und der Wirtschaft wie weggeblasen sind. Eine Welt die sich auf das Wesentliche Konzentriert, das Miteinander.
Die vier Vor- und Nachmittage die wir in Penang hatten, haben wir nach kurzen Besuchen auf der Thailaendischen Botschaft groesstenteils am Strand verbracht. Und ganz anders als in Pattaya wird man hier eher selten von Leuten angesprochen die dir Ware andrehen wollen.



Und wenn das - wie bei mir zwei Mal - der Fall ist, dann ist das Gespraech eher freundlich und dreht sich mehr um den Menschen als um irgendeine Dienstleistung oder ein Produkt. So hat mir ein aelterer Mann eine kostenlose Oelbehandlung an meinem etwas verbrannten Ruecken angeboten nachdem er erfuhr, dass ich aus Deutschland komme. All diese tollen Eindruecke liesen mich an dem gar unbesuchten weissen Sandstrand mit glasklarem Wasser, einer hochstehenden Sonne und einer angenehmen Seebriese alles andere vergessen.

Ich habe meine Reise nach Penang unglaublich genossen und kann es nur jedem weiterempfehlen auf einer Asienreise fuer einige Tage Rast in der Stadt zu machen. Dies ist ein Ort fuer jung und alt, an dem keinesfalls die Hektik und das Muss im Mittelpunkt stehen. Man findet in Penang ein fuer mich ueberweltigendes Zusammenleben zwischen Muslims, Hindus, Bhuddisten und einer kleineren Anzahl von Christen.
Naechste Woche gehe ich zusammen mit der Schulband fuer 5 Tage nach Nong Kai und Laos.